"“Twenty years from now, you will be more disappointed in the things you did not do than the ones you did. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”" –Mark Twain

Donnerstag, 29. September 2011

SAN FRANCISCO !

Wow, das waren wieder vier richtig tolle Tage ! Wir sind am Sonntag vom Lake Tahoe weitergefahren und sind nachmittags in San Francisco angekommen bzw. in Oakland - einer Nachbarstadt von San Francisco. Dort haben wir vier Nächte bei Vanessa, Ihrem Freund Dexter und Ihrem Collie Malloy verbracht.
Und das sind die Drei:
Besser hätten wir es wirklich nicht treffen können. Vanessa kommt ursprünglich aus Deutschland und irgendwie war das mal wieder ganz schön sich auf Deutsch zu unterhalten  :-)  
Malloy haben wir auch total in unser Herz geschlossen und Sebastian hat sich in Hundedressur auf Englisch versucht  :-)
Am Montag sind wir dann voller Elan und Vorfreude in den Bus gestiegen und die 40 Minuten nach Downtown San Francisco gefahren. Dort haben wir uns zuerst das San Francisco Giants Stadion (Baseball) von aussen angeschaut und seeehr lange überlegt, ob wir uns nicht noch Karten für das letzte Saisonspiel am Mitttwoch kaufen sollen  :-) Aber die Vernunft hat gesiegt....die billigen Karten waren nämlich alle schon längst ausverkauft.

Von dort aus sind wir zum berühmten Pier 39 gelaufen wo an guten Tagen Hunderte von Seelöwen zu sehen und zu riechen sind.
Nur ein paar Schritte vom Pier 39 entfernt kamen wir an den Fishermans Wharf - unser Lieblingsplatz der Stadt. Hier reiht sich ein Fischrestaurant neben das andere und überall gibt es kleine Fisch-Imbiss-Stände.
So haben wir uns ganz standesgemäss Fish & Chips gegönnt und haben bei toller Livemusik die Sonne genossen.  Ja, das Backpackerleben kann soooo hart sein  :-)
Nach unserer kleinen Stärkung ging's weiter zum Cable Car fahren. Und wir können Euch sagen, das macht echt riesig Spaß ! Ich wollte am Liebsten gar nicht mehr runter von dem Wagen.
Zufällig hatten wir beim Einsteigen ein total nettes Kölner Ehepaar kennengelernt, sodass die kurze Fahrt noch viel schneller und mit viel Gelächter vorüber ging.


Am nächsten Tag sind wir mit unserem Leihwagen nach San Francisco gefahren. Erster Stopp war der Golden Gate Park. Leider hat der uns nicht ganz so gut gefallen - ist halt doch nicht der Central Park in  New York :-) . Aber der japanische Teegarten war nicht schlecht.
Vom Golden Gate Park ging es über das Wahrzeichen der Stadt - die Golden Gate Bridge !
Das ist schon ein beeindruckender Anblick und von der anderen Seite der Brücke aus hat man auch einen fantastischen Blick über die Skyline von San Francisco. Dort drüben gibt es auch ein richtig tolles kleines Städtchen namens Sausalito. In Sausalito haben wir den Nachmittag verbracht, haben uns eine große Pizza zum Mitnehmen bestellt und haben dann einige Zeit am Ufer gesessen und die Aussicht und vorallem das Mittagessen genossen. 

Gestern war dann leider schon unser letzter Tag aber wir hatte nochmal einiges vor. 
Die wohl größte Herausforderung in San Francisco ist es überhaupt einen Parkplatz zu finden aber die weitaus schwierigere Aufgabe ist es, einen bezahlbaren Parkplatz zu finden.
Man kann dort locker 30 -45 Dollar pro Tag bezahlen. Aber Sebastian hat recherchiert und gegoogelt was das Zeug hält und so haben wir ein richtiges Schnäppchen gemacht und total zentral für nur 12 Dollar für einen ganzen Tag geparkt !

Um 10:30 Uhr sind wir dann mit einem Schiff nach Alcatraz gefahren. Das berühmteste Gefängnis schlechthin! Wir haben eine zweistündige Audio-Führung mitgemacht und waren echt begeistert. Ist schon sehr interessant das alles zu sehen und über die erfolglosen Fluchtversuche zu hören. Auch die Aussicht von Alcatraz über die ganze Bucht von San Francisco und die Golden Gate Bridge ist genial !
Faszinierend an San Francisco sind die zahlreichen Berge und steilen Strassen die man durch die ganze Stadt hindurch findet. Genaugenommen sind es 43 Hügel, auf denen die Stadt gebaut wurde.
Die berühmteste und kurvenreichste Strasse haben wir dann heute Mittag erklommen - die Lombard Street.
Leider tummeln sich da natürlich auch wieder Massen von Touristen aber wir fanden sie trotzdem toll. (schade nur, dass sich diese Asiatin aufs Bild gemogelt hat)
Um 18 Uhr haben wir uns dann mit Sebastians Cousine Linda und Ihrem Mann Thomas getroffen. Die Beiden haben gerade Ihre zweiwöchige Hochzeitsreise an der Westküste hinter sich und wir hatten natürlich jede Menge zu erzählen und auszutauschen. War ein richtig schöner Abend !!!
Jetzt heisst es leider schon wieder Koffer packen und weiter gehts am Highway 1 in Richtung Los Angeles. Dort wollten wir eigentlich bei einem alten Bekannten von Sebastian wohnen, doch leider müssen die jetzt geschäftlich verreisen und wir stehen noch ohne Unterkunft da !! Mal schauen, wohin es uns verschlägt  :-)


Samstag, 24. September 2011

Tal des Todes / Zelten im Yosemite Park

Am Montag haben wir uns schweren Herzens von Las Vegas verabschiedet. Dort hätten wir es schon noch ein paar Tage länger ausgehalten :-)  Für Montag hatten wir uns eine richtige Mammutroute vorgenommen. 6 Stunden reine Fahrtzeit um das Death Valley zu durchqueren und bis nach Bishop zu fahren wo wir unser nächstes Motel gebucht hatten.


Das Death Valley ist eine bizarre Wüstenlandschaft und macht mit Temperaturen über 50 Grad seinem Namen alle Ehre!
Zuerst sind wir an den höchsten Aussichtspunkt, den Dantes View, gefahren. Die Aussicht hier ist schlicht atemberaubend. Man kann das ganze Tal überblicken und das abgelagerte Salz ist weiss wie Schnee.
Von dort aus ging es weiter zum Bad Water Point. Das ist der tiefste Punkt, nicht nur der ganzen USA, sondern der ganzen westlichen Hemisphere mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel.
An diesem Punkt gibt es mitten in dieser Hitze eine Quelle mit Wasser welches allerdings extrem salzig ist und daher auch den Namen "Bad Water" hat.

Wir sind ein ganzes Stück in diese Salzwüste hinausgelaufen. Dort herrschen wirklich Temperaturen von 50 Grad und nach nicht einmal zwanzig Minuten ist man schon fix und fertig.
Also schnell wieder ins Auto und die Klimaanlage aufgedreht :-)  Doch leider nicht sehr lange....man fährt noch circa zwei Stunden durch den Park und das letzte Stück geht ca. 40 Minuten nur noch steil bergauf.  Hier wird man durch Schilder darauf hingewiesen, dass man die Klimaanlage ausschalten muss um das Auto vor Überhitzung zu schützen. Na klar, 50 Grad und die Klimaanlage aus ! Aber es macht schon Sinn...unser Kleiner hatte auch so ganz schön zu kämpfen.


Abends sind wir dann ziemlich fertig in Bishop angekommen, sind noch schnell ins Mäc und haben uns dann in unserem Motel ausgeruht. Am nächsten Morgen sollte es dann schon weitergehen in den Yosemite Park. Frühs haben wir nochmal die Buchungsbestätigung von der Lodge im Park gecheckt und was sehen wir ?? Wir haben uns um einen Tag vertan und waren jetzt doch tatsächlich einen Tag zu früh dran.  So ein Mist, und das wo wir so gerne noch in Vegas geblieben wären und unser Hotel jetzt unter der Woche auch nur noch ein Fünftel vom Wochenend-Preis gekostet hätte. Also haben wir uns entschieden den Tag einfach zum Ausruhen zu nutzen. Wir waren mal wieder am Pool gelegen und haben Kniffel und Rommé gespielt.


Am Mittwoch gings dann ausgeruht los über den Tioga Pass in den Yosemite Park. Der Pass ist nur während der Sommermonate geöffnet da es bis auf 3000 Meter hochgeht. 
Auf der ca. zweistündigen Fahrt durch den Park kamen wir aus dem Schwärmen wieder gar nicht mehr heraus. Der Yosemite Park ist wirklich einer der Schönsten der ganzen Westküste (und wir haben jetzt wirklich viele tolle Parks gesehen)   Nachmittags kamen wir in unserer Unterkunft an und die sah für zwei Tage so aus  :-)
Ist doch mal richtig cool mitten im Wald zu zelten auch wenn die Nächte teilweise ziemlich unruhig waren  :-)   Tagsüber sind sogar Rehe durch die Anlage marschiert und sämtliche Lebensmittel plus Kosmetika mussten in solchen bärensicheren Boxen verstaut werden.
In dem Park gibt es wohl noch richtig viele Bären und sogar Pumas.
Ich habe mir ja eingebildet, ich hätte während der Fahrt einen Bären im Wald stehen sehen aber Sebastian will es nicht so recht glauben  :-)


Am Donnerstag sind wir dann vier Stunden zu einem Wasserfall gewandert. Die Route hatten wir uns frühs ausgesucht. Als wir mit dem Shuttle-Bus dorthin kamen war der Trail jedoch gesperrt wegen Rescue-Teams, die dort nach Personen gesucht haben.  Bis dato wussten wir noch nicht, was da passiert war. Nach einer Stunde Warten war die Aktion beendet und wir konnten mit dem Aufstieg beginnen und der war echt nicht ohne....die ersten Meilen waren einfach nur steil und die letzten Höhenmeter musste man mit 600 Stufen bewältigen ! Aber der Schweiss hat sich gelohnt !
 Überall auf dem Weg sahen wir Schilder, dass hier zwei Personen vermisst werden.
Als wir von der Wanderung wieder zurück waren haben wir mal recherchiert und was hier passiert ist, genau an dieser Stelle, ist wirklich heftig. Vor zwei Monaten sind drei junge Leute über diesen Zaun geklettert um Fotos zu machen. Auf einmal rutscht die Frau aus und die beiden anderen versuchen sie noch zu retten und verlieren dabei selber den Halt und stürzen diesen Wasserfall hinunter. Einer wurde gefunden und die anderen beiden Körper haben sie heute gesucht. Wir können zwar nicht verstehen, wie man darauf kommt da drüber zu klettern aber irgendwie hat uns das doch ganz schön berührt.


Viele weitere schöne Landschaftsbilder des Yosemite Parks gibts unter "Fotos" :-)


Am Freitag haben wir unseren Zeltplatz und den Yosemite Park verlassen und sind in Richtung Lake Tahoe gefahren. Auf dem Weg lag noch die berühmte Geisterstadt Bodie.
Die Goldgräberstadt Bodie verfügte während der Blütezeit (1859-1930) über sage und schreibe 65 Saloons, ein Rochtlichtviertel, eine Eisenbahn, mehrere Zeitungen, sieben Brauereien und einige Kirchen.

Aber auch Verbrechen waren an der Tagesordnung (Morde, Überfälle und Postkutschenraub). Bodie genoss einen schlechten Ruf und galt in dieser Zeit als eine der wildesten und gesetzlosesten Städte des Westens. 
Gegen Abend kamen wir bei unseren Couchsurfern für die nächsten zwei Tage am Lake Tahoe an. Samantha und Alex sind total nett und haben sofort den Grill angeschmissen und Freunde zu einem kleinen Barbecue mit leckerem Hähnchen eingeladen. 
Heute haben wir ne kleine Fahrradtour am See entlang gemacht und morgen gehts dann weiter nach San Francisco....dort haben wir für vier Tage eine deutsche Couchsurferin. Das wird bestimmt auch wieder super !
Bis dahin...
die Weltenbummler  :-)

Montag, 19. September 2011

LAS VEGAS, BABY !

Zu allererst, die wichtigsten Meldungen:

Wir haben NICHT geheiratet und wir haben trotz intensivster Bemühungen NICHT den Jackpot geknackt. Das heisst alles bleibt beim Alten.....gleicher Name, gleiches Reisebudget.  :-)

Aber trotzdem....Las Vegas hat richtig gerockt !


Wir sind am Freitag gegen Mittag hier angekommen, haben uns den riesigen Hoover Dam angeschaut und sind dann erstmal in unser Hotel eingecheckt. Für die erste Nacht hatten wir uns ein günstiges Hotel etwas ausserhalb gesucht um das Budget nicht zu sehr zu strapazieren.

Leider hat es dann erstmal wieder geregnet. Und wie !!! Innerhalb von 10 Minuten waren die Strasse total überschwemmt.


Aufgrund des Wetters haben wir uns entschieden erstmal in eine große Shopping Mall zu fahren. Dort haben wir richtig gut und günstig thailändisch gegessen. Wahnsinn, wie man sich über so ein Essen freuen kann nach tagelangem FastFood . Das Shoppen hat auch richtig Spass gemacht auch wenn wir nicht wirklich viel gekauft haben. Sebastian wollte sich unbedingt eine neue Baseball-Kappe kaufen..leider war nichts passendes dabei oder was meint Ihr??  :-)


Übrigens haben wir eine echte Marktlücke entdeckt..... Sebastians    T-Shirt ist hier der absolute Renner.
Er wurde die letzten Tage sooo oft angesprochen woher er das T-Shirt hat. Ich denke, wir werden die H & M -Bestände in Deutschland aufkaufen und hier reich werden  :-)


Noch eine tolle Sache ist, dass man den Amis nicht mehr gross erklären muss, wo man herkommt sondern man sagt einfach: 
Germany - > Würzburg - > Dirk Nowitzki und schon freuen sich alle und jeder weiss Bescheid ! Was ist schon Berlin, München oder Frankfurt wenn wir Würzburger den grossen Helden haben  :-)

Am Samstag haben wir uns den ganzen Tag am Hotelpool in der Sonne geaalt und abends stand unser persönliches Las Vegas- Highlight auf dem Programm.
Das College Football-Spiel der UNLV Rebels gegen das Team aus Hawaii. Schon beim Warmlaufen der Mannschaften (Sebastian auch beim Warm Up der Cheerleader) waren wir total aus dem Häuschen
Die ganze Prozedur vor dem Kick-Off war der Hammer und mit der Blaskapelle und einer Nationalhymne die einem durch und durch ging haben wir uns gefühlt wie in einem dieser College Football - Filme.


Und dann gings endlich los....das Stadion war mit ca. 30.000 Leuten fast ausverkauft und die Stimmung ist kaum zu beschreiben. Bei jedem Touch Down gibts ein kleines Feuerwerk, die Fans rasten total aus und Cheerleader und Kapelle geben das ganze Spiel über richtig Gas.
Glücklicherweise haben die Rebels, nach zwei verlorenen Spielen davor, hoch verdient gewonnen. (soweit wir Experten das beurteilen können)



Das war auf jeden Fall ein richtig toller Abend und wenn wir die Möglichkeit haben wollen wir versuchen nochmal auf ein College Football Spiel zu gehen (Danke Markus, für den super Tipp )

Am Sonntag waren wir dann wieder den ganzen Tag am Pool und abends gings auf den Strip.
Was hier los ist, ist wirklich der Hammer. Party pur und Casinos soweit das Auge reicht.
Er sagt zwar nichts, aber ich glaube Sebastian plant gedanklich schon die nächste Abschlussfahrt des SC Schollbrunn hierher :-)

Auf einmal kamen wir an einem Schaufenster eines Tattoo-Shops vorbei und haben vorne dran ein paar Jungs stehen sehen, die sich sehr amüsiert haben. Als wir einen Blick in das Fenster geworfen haben wussten wir auch warum. Da hat sich doch tatsächlich einer der Kumpels den Namen seines Freundes oberhalb seines Hinterteils tätowieren lassen !!! Das ganze war ein Junggesellenabschied und natürlich war der Tättowierte derjeniege der in ein paar Wochen heiratet. Da kommt Freude auf bei der Braut ! Stolz hat er dann auch noch die furchtbare Errungenschaft des Vorabends präsentiert- ein weiteres Tattoo am Unterarm. :-)

Wenn man am Strip entlangläuft kommt man wirklich aus dem Staunen nicht mehr heraus (ähnlich wie am Time Square in New York). Das muss man einfach erlebt haben.




Wir melden uns wieder in ein paar Tagen...jetzt steht erstmal Death Valley an und dann der Yosemite Nationalpark wo wir dank unserer Couchsurferin Staci zwei Nächte in einem Zelt in einer tollen Hotelanlage schlafen dürfen...wir sind gespannt, wie das wird.

Liebe Grüße aus Crazy Vegas (und wer mal einen Kommentar schreiben möchte...legt los...wir freuen uns !)