"“Twenty years from now, you will be more disappointed in the things you did not do than the ones you did. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”" –Mark Twain

Sonntag, 11. Dezember 2011

Hongkong-Willkommen, in einer anderen Welt!

Am Mittwoch sind wir frühs nach einem langen Tag am Flughafen und einem 9stündigen Flug in Hongkong gelandet. Vom Flughafen sind wir zunächst in unser Hostel gefahren, um unser Gepäck abzuladen. Und dann ging's los.......
Man muss sagen, dass wir am ersten Tag wohl einen mittelschweren Kulturschock erlitten haben :-)   Vom menschenleeren Australien, wo immer alles Easy Going ist, in dieses hektische und laute Gewimmel ! Wo kommen die ganzen Menschen her? :-)   Für diesen ersten Tag hatten wir uns nicht viel vorgenommen und wollten einfach nur ein bisschen Hongkong-Luft schnuppern. Daher sind wir auf einem der zahlreichen Märkte umher gelaufen und haben dann unser erstes Curry in einer Hinterhof-Kneipe inmitten lauter Einheimischer genossen.


Ziemlich schnell mussten wir leider feststellen, dass es mit der Freundlichkeit der Chinesen nicht weit her ist.
Wenn wir um Rat gefragt haben, mussten wir schon froh sein, wenn wir überhaupt eine Antwort bekamen. Ein freundliches Wort und gar ein Lachen war leider so gut wie nie dabei. Nach sieben Wochen Australien ist das wirklich ziemlich hart  :-).


Am zweiten Tag haben wir uns aufgemacht um den Giant Buddha anzuschauen. Schon die Fahrt per Fähre auf die Insel Lantau war richtig schön und man hat einen tollen Blick über den ganzen Hafen.
Die 34 Meter - hohe Buddhastatue ist schon aus der Ferne sehr beeindruckend, doch wenn man direkt davor steht ist sie einfach rieeesssig !


Zum Mittagessen haben wir uns ein Menü für 6,50 EUR pro Person im angrenzenden Kloster gegönnt. Mit dabei war auch Philipp, den wir in unserem Hostel "aufgegabelt" haben.
Das Essen war nicht besonders toll aber exotisch und wir haben alles probiert -aber auch nur, weil es ein vegetarisches Menü war und somit keine bösen Überraschungen dabei sein sollten  :-)  


Zurück in die Stadt ging es per Gondel mit einer richtig tollen Aussicht über Hongkong und den Flughafen.
Gegen Abend sind wir auf einen der zahlreichen Berge Hongkongs gefahren.
Auf  "The Peak" hat man einen atemberaubenden Blick über die Skyline. Wir haben jetzt schon ein paar tolle Skylines gesehen (New York, Sydney...) aber diese hier, ist mit Abstand die Beste !!!
Absoluter Wahnsinn !
Am Freitag haben wir uns die 10.000 Buddhas angeschaut. Schon der steile Weg dorthin war sehr interessant  mit den vielen, goldenen Statuen.
 Doch oben angekommen, kamen wir richtig ins Staunen. Zum einen die Halle der 10.000 Buddhas und zum Anderen jede Menge (kitschiger) Figuren und Bilder. Und überall Räucherstäbchen, geopferte Früchte und Blumen. Auch wenn wir leider nicht sehr viel vom Buddhismus wissen, war es doch sehr interessant zu sehen und die Menschen zu beobachten, wie sie ihre Religion leben.


Nach dem Besuch vieler kleiner Märkte wie den Goldfischmarkt, den Ladies-Markt und den Nachtmarkt sind wir zum Hafen gelaufen und haben uns die weltweit größte, tägliche Lasershow angeschaut.
Zum Thema Essen gibt es noch zu sagen, dass wir schon versucht haben, die einheimische Küche so gut wie möglich zu kosten. Doch bei dem, was wir da teilweise gesehen haben, wird sogar Sebastian zum Vegetarier :-) Oder wie wäre es mit einer leckeren Suppe mit Froscheinlage ? Oder Spießen mit Schweinezunge ? Ach ja, wem es mehr nach Hühnchen ist kann auch frittierte Hühnerfüße haben...aber das war noch längst nicht alles. Vor allem auf den Märkten bekamen wir das große Grauen  :-)
Doch glücklicherweise haben wir immer etwas "Normales" gefunden und werden auch langsam im Stäbchenessen etwas besser.
Ruckzuck waren auch diese vier Tage rum und wir sitzen schon im Flieger nach Thailand - unserem letzten Stopp auf unserer Reise.


Hongkong war absolut faszinierend, spannend und aufregend und wahrscheinlich eine gute Vorbereitung auf Bangkok.


Liebe Grüße nach Deutschland


Alex & Sebastian



Mittwoch, 7. Dezember 2011

Twelve Apostel / Great Ocean Road und ein bisschen Melbourne

Am Sonntag sind wir nach einer anstrengenden Nacht um 6 Uhr frühs in Melbourne gelandet. Wir hatten das große Glück, für die drei Tage bei Aggie, Zenek und deren beiden Kinder Sonja und Ola zu wohnen. Das sind in diesem Fall mal keine Couchsurfer sondern die Vier waren im September in Deutschland auf der Hochzeit von Sebastians Stief-Onkel. Dort haben sie mit Sebastians Mum gequatscht und schon waren wir herzlich eingeladen :-)


Und "herzlich" trifft es genau:
Zenek hat uns bereits am Gepäckband empfangen und erstmal nach Hause gefahren wo Aggie mit einem traumhaften Frühstück auf uns gewartet hat. Nach der Stärkung ging es dann los und die Beiden haben mit uns einen fantastischen Ausflug an die Great Ocean Road gemacht.




Und wer in Melbourne ist MUSS natürlich auch zu den Zwölf Aposteln:



Wirklich sehr, sehr beeindruckend und man kann die Kraft des Wassers förmlich spüren. Von den ursprünglich 12 Aposteln stehen auch leider nicht mehr alle :-)
Von dort ging es noch zu ein paar anderen tollen Aussichtspunkten.



Nach diesem schönen aber auch wahnsinnig anstrengenden Tag kamen wir gegen 21 Uhr nach Hause und bekamen erstmal wieder ein leckeres Abendessen. Zenek wollte Sebastian dann unbedingt seine spezielle Jim Beam-Mischung zeigen. Aus dem einen Glas wurden zwei, drei und irgendwann sehr viele Gläser und die beiden saßen im Wintergarten und haben über alles Mögliche philosophiert :-) Um halb sechs frühs kam Sebastian dann doch irgendwann ins Bett gekrabbelt aber fragt lieber nicht in welchem Zustand :-)
Somit fielen die Sightseeing-Pläne für den nächsten Tag erstmal ins Wasser. Als Sebastian dann doch irgendwann wieder unter den Lebenden war, bekam er erstmal ein schönes Glas polnisches Essiggurken-Wasser gegen den Kater sowie ein paar Bismarck-Hering-Brote :-)
Nach dieser Stärkung haben wir uns dann gegen Abend doch noch aufgemacht um ein bisschen die Stadt Geelong zu erkunden.

An unserem letzten Tag mussten wir uns leider schon wieder von Aggie und ihrer Tochter Sonja verabschieden und Zenek fuhr mit uns direkt nach Downtown Melbourne. Dort fuhren wir mit einem der schnellsten Aufzüge der Welt auf das Skydeck eines Wolkenkratzers und haben die herrliche Aussicht genossen. Hier ein paar Schnappschüsse unter anderem vom Austragungsort der Australien Open.



Dann hieß es leider auch von Zenek und Ola Abschied nehmen und erstmal 10 Stunden warten auf unseren Flug nach Hongkong. Zenek musste wieder rechtzeitig auf die Arbeit, deswegen hat er uns schon mittags absetzen müssen. 

Wir hatten drei absolute geniale Tage mit den Vieren und werden sie richtig vermissen.

Jetzt heißt es Bye Bye Australia und ab nach Hongkong

@Aggie, Zenek, Sonja and Ola

Thank you so much for all you have done for us....it's just incredible.
You made us feel like beeing part of your family and we will never forget the good time we had with you. And Sebastian will never forget your great Jim Beam-Night ;-)
Take good care and hope to see you in Germany one day !



Sonntag, 4. Dezember 2011

Australische Gastfreundschaft

Die letzten Tage an der Westküste liegen hinter uns und wir hatten nach der etwas schwierigen Phase wieder ein paar richtig schöne Tage, die vor allem durch die wahnsinnige Gastfreundschaft der Australier geprägt war.

Doch von Vorne....wir  haben ein paar Tage in Esperance verbracht. Esperance ist eine kleine Stadt, die berühmt ist für die traumhaften Strände. Leider war das Wetter sehr durchwachsen und wir konnten bei nur 18 Grad nicht baden gehen, aber für ein paar schöne Fotos hat es doch gereicht  :-)

Mittlerweile waren die Buschfeuer endlich unter Kontrolle und wir haben beschlossen, einige Punkte auf dem Rückweg nach Perth nochmal anzufahren. So kamen wir zum Beispiel am Elephant Rock vorbei.
Von dort ging es weiter nach Denmark und in das Valley of Giants. In diesem Tal der Riesenbäume gibt es auch drei Stück auf die man hochklettern kann. Als wir dort ankamen waren wir doch sehr überrascht, dass es keinerlei Sicherung gibt und die obere Plattform in 75 Metern Höhe ist !!
Sebastian war mutig und kam auf ca. 10 Meter...ich hatte richtig Angst und bin nur etwa 10 Stufen hochgeklettert  :-)
Von dort ging es weiter nach Fremantle, wo wir die Nacht verbringen wollten. Leider fanden wir in der Stadt keinen Grillplatz für unser Abendessen. Also fuhren wir etwas außerhalb in einen kleinen Park. Nach unserem leckeren Essen kam ein Ehepaar mit ihren beiden Hunden vorbei gelaufen. Wir haben eine Weile über unsere Reise gequatscht. Dann haben wir gefragt, ob wir mit unserem Camper hier wohl stehen bleiben könnten und sofort haben sie uns angeboten auf Ihrem Grundstück, direkt gegenüber, zu parken. Ach ja, und ihre Dusche und das WC im Garten könnten wir auch gerne benutzen. Was will man mehr ? :-) Aber es wurde noch besser....als wir gerade in den Camper krabbeln wollten kam Robert und hat uns auf einen Drink auf die Terrasse eingeladen. Keine fünf Minuten später kam die Oma und Roberts Frau Brenda mit einer riesigen Portion Fish n' Chips und es wurde keine Ausrede akzeptiert. Wir "mussten" alles probieren und es hat fantastisch geschmeckt :-) 
Nach diesem richtig netten Abend und einer ruhigen Nacht haben wir am nächsten Morgen unsere Sachen zusammengepackt und wollten gerade aufbrechen als Roberts Nachbar Doug um die Ecke kam. Auch Doug war sehr interessiert und wollte ein paar Ausflugstipps für seinen Trip nach Deutschland nächstes Jahr. Als Dank wollte er uns gleich für Abends auf ein Bier einladen. Doch wir hatten ja andere Pläne und fuhren in einen Funpark um uns mal wieder richtig auszutoben. Adventure World ist zwar eigentlich eher etwas für kleiner Kinder aber auch wir hatten unseren Spaß mit all den Wasserrutschen :-)

Abends haben wir die Suche nach einem Schlafplatz schnell abgebrochen und fuhren wieder zu diesem kleinen Park. Kaum angekommen, kam Doug schon um die Ecke und lud uns zu einem Bier ein. Auch er bot uns gleich an, auf seinem Grundstück zu übernachten und am nächsten Tag bei ihm zu Duschen, was wir auch dankend annahmen.

Am Samstag sind wir dann etwas durch die weihnachtlichen Straßen von Perth gelaufen.
Doch irgendwie können wir uns mit 35 Grad und Weihnachten noch nicht anfreunden. Auch ein "Silent Night, Holy Night" von einer Kapelle hat da nicht geholfen  :-)
Dann hieß is Abschied nehmen von unserem Camper. Nach insgesamt 6 Wochen Camperleben müssen wir allerdings auch sagen, dass es reicht :-)  
Da wir uns das Geld für das Taxi sparen wollten, hieß es leider zum Flughafen laufen. 20 KG Gepäck bei 35 Grad  20 Minuten durch die Gegend zu schleppen ist kein Zuckerschlecken. Ich dachte wirklich, ich breche auf der Strasse zusammen....doch wieder wurden wir überrascht. Eine Frau hielt an und fragte, wo wir hin wollen ....und sie wendet den Wagen und fährt uns doch tatsächlich zum Flughafen. Einfach so!

Wir fliegen jetzt weiter nach Melbourne und verbringen dort noch drei Tage. 
Verrückt, wie schnell die sieben Wochen in Australien vergangen sind und wenn Ihr uns fragt, was uns am Meisten gefallen hat: Definitiv die Natur, die tolle Tierwelt aber vor allem die Australier selber. Wir haben in sieben Wochen nicht einen unfreundlichen Australier getroffen und was wir die letzten Tage hier an Gastfreundschaft erfahren haben, ist wirklich kaum noch zu toppen.

Liebe Grüße
Alex & Sebastian